Stand: 12.06.2017, 22:08 Uhr
 
Antriebstechnik
Arbeitsschutz
Hydraulik
Pneumatik
Schmierstoffe
Schweisstechnik
Downloads





Körperschutz

koerper
 

 
Vorschriften und Regeln zum Körperschutz:
Die ab dem 01.07.1995 neingeschränkt rechtskräftige Richtlinie 89/686/EWG regelt die grundsätzlichen Anforderungen an PSA*. Nach dieser Richtlinie werden dem Arbeitgeber neue Pflichten auferlegt. So hat er nicht nur nachzuweisen, dass die bereitgestellte PSA* in Qualität und Ausstattung der neuen EN entspricht. Vielmehr hat er alle mit der betreffenden Arbeit verbundenen Risiken zu bewerten und die für die jeweilige Aufgabe am besten geeignete Schutzausrüstung bereitzustellen.

Die neuen Pflichten lauten:
Risikoermittlung und Treffen von Maßnahmen zur Beseitigung bzw. Verminderung des Risikos
Risikobewertung und Auswahl von PSA*, die ein entsprechendes oder höheres Schutzniveau gewährleisten

*PSA= Persönliche Schutzausrüstung

Körperschutz
Schutzkleidung ist dan zu tragen, wenn mit Stoffen gearbeitet wird, die zu Hautverletzungen führen oder durch die Haut in den Körper eindringen können. Besondere Gaefahr geht von Verbrennungen, Verätzungen, Verbrühungen, Unterkühlungen, elektrischen Durchströmungen, Stich- und Schnittverletzungen aus. Die Aufzählung macht deutlich, dass an die geeignete Schutzkleidung sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. Für jeden Einsatzfall gilt, dass gleichzeitig möglichst großer Schutz, Bequemlichkeit, leichte Pflege und Wirtschaftlichkeit gegeben sein müssen.

Baumwolle
Naturfaser mit sehr guten Trageeigenschaften. Baumwolle wird in vielen Bereichen des Arbeitsschutzes mit besten Ergebnissen eingesetzt. Es werden Gewebe wie Köper, Schwerköper, Zwirnpilot, Zwirn-Moleskin, Zwirn-Doppelpilot bis hin zum Deutschleder gefertigt.
 

Mischgewebe
In der Berufskleidung werden Mischgewebe haupsächlich in den Mischungsverhältnissen ca. 65/53 % und ca. 40/60 % Polyester/Baumwolle eingesetzt.
Der Vorteil der Mischgewebe besteht in der längeren Standzeit, besserer Farbechtheit und guten Restschrumpfwerten. Für den guten Tragekomfort der Mischgewebe ist hauptsächlich die Gewebeeinstellung sowie gute Dampfdruck- und Luftdurchlässigkeit des Gewebes Vorraussetzung.
Bei optimaler Gewebeeinstellung werden auch optimale Tragekomfort-Eigenschaften erreicht.

Köper
Das klassische Gewebe für einen Arbeitsanzug wird in Köperbindung gefertigt und als Kettköper in Fischgrat angeboten.Bei gleicher Gewebeeinstellung besteht kein Qualitätsunterschied zwischen Kettköper und Fischgrat. Es gibt also schwere und leichte Kettköper und auch schwere und leichte Fischgratgewebe.
Der Fischgrateffekt ist daher nur ein optischer Effekt. Die Gewebequalitt wird allein durch die Einstellung der Anzahlt Kett- und Schussfäden, sowie der eigesetzten Garnnummer (Garnqualität) bestimmt.

Zwirn-Doppelpilot
ist ein Schwergewebe mit Zwirn kette. Der schuss wird als Ober- und Unterschuss gewebt und schließt daher die Kettfäden in sich ein.
Diese Gewebe werden hauptsächlich für Arbeiten mit einer hohen mechanischen Beanspruchung aber auch als wärmende Winterkleidung eingesetzt.

PROBAN®
ist eine dauerhaft flammhemmende Ausrüstung und wird nach EN 470 sowie EN 531 und prEN 533, jeweils soweitrelevant, geprüft. Sie hat eine Waschbeständigkeit von mindestens 40 Wäschen.
PROBAN® wird für Schweißerbekleidung eingesetzt, also für Schutzbekleidung, welche in die Kategorie ІІ der PSA* eingestuft wird.
Schweißerbekleidung mit PROBAN® - Ausrüstungen sollte nach dem Einsatzzweck beschafft werden, denn jede aufprallende Schweißperle versintert einen Teil des Gewebes. Das Gewebe brennt aber nicht. Bei einem leichten Gewebe, welches hauptsächlich für beobachtende oder leichte Schweißarbeitende eingesetzt werden sollte, brennen sich daher sehr schnell Löcher in das Gewebe. Bei hartem Schweißeinsatz sollte auf jeden Fall Bekleidung aus schwerem Zwirn-Doppelpilot eingesetzt werden.
PROBAN® ist ein eingetragenes Warenzeichen von Albright & Wilson UK Limited.

NOMEX® ІІІ
EN 531 A, B2, C1
EN 1149-1
Ein von Du Pont entwickeltesMaterial aus 94 % Nomex®, 5 % Kevlar® und 1 % Bekinox.
Es ist dauerhaft antistatisch und bis zu 8 Sekunden lang flammsicher sowie chemikalienbeständig, öl- und schmutzabweisend.
Die hohe Verschließfestigkeit erlaubt Waschen bis zu 95 °C.

SANFOR
ist eine kompressive Schrumpfung und immer der letzte Arbeitsgang in der Gewebeausrüstung. Dem fertig ausgerüsteten Gewebe wird ein Gewebekupon entommen und in der Waschmaschine nach SANFOR-Vorschrift gewaschen. Die SANFOR-Waschvorschrift entspricht im Normalfall einer handelsüblichen Wäsche. Der festgestellte Einlaufwert wird dann kompressiv in Kettrichtung zusammengestaucht. Die Kettfäden liegen dann als gekräuselter Faden im Gewebe und werden nur durch die Appretur fixiert. Bei der Verarbeitung solcher Gewebe ist daher eine hochwertige Technik erforderlich, um eine abnorme Längung bei der Verarbeitung zu vermeiden. Bei der ersten Wäsche läuft dann die Baumwollfaser ein, der gekräuselten Kettfaden ist dann wieder glatt und das Maß bleibt konstant. Voraussetzung für die Verarbeitung von SANFOR ausgerüsteten Geweben ist die optimale technische Einrichtung des verarbeitenden Betriebs.

EN 343 Schutzkleidung für Schlechtwetter
Die Norm umfasst wasserdichte, atmungsaktive Kleidung. Der Grad der Wasserundurchlässigkeit und der Atmungsaktivität wird durch Zahlen ausgedrückt, wobei die Zahl 3 die höchste Klasse ausweist.

 

EN 470 Schutzkleidung für Schweißer
Wenn Verletzungsgefahr durch glühende Funken, Metallspritzer oder Stichflammen besteht, ist Schweißerschutzkleidung nach EN 470 zu tragen. Die Zertifizierung ist aus dem Waschetikett und aus der Gebrauchsanleitung ersichtlich.
Baumwolle ist möglichst waschfest bzw. reinigungsbeständig auszurüsten. Ber wasserlöslichen Imprägnierungsmitteln muss nach jeder Wäsche eine Nachimprgnierung  erfolgen. Zu beachten ist, dass die Kleidung hautverträglich, geschmeidig, atmungsfähig unfd geruchlos bleibt. Schutzanzüge aus flamm- und glimmfesten Geweben werden immer dann eingesetzt, wo unmittelbarer Schutz gegen Flammen oder heißes Gut gewährleistet sein muss.
Schutzanzüge aus Sythetikfasern (z.B. Nomex®) sind schwer entflammbar und brennen nicht weiter: das Material verdickt sich und erhöht dadurch die Isolierungseigenschaften.

 

EN 471 Deutlich sichtbare Warnschutzkleidung
Die Schutzkleidung soll den Benutzer sowohl in der Nacht als auch am Tage im Straßenverkehr schützen. Das Grundmaterial ist floureszierend und mit reflektierendem Material abgesetzt. Die Klassifizierung ist aus dem Waschetikett und aus der Gebrauchsanleitung ersichtlich.

 

EN 531 Schutzkleidung gegen Hitze
Diese Schutzkleidung soll den Benutzer vor offenem Feuer, Strahlungswärme, Kontaktwärme und kleinen geschmolzenen Metalltropfen schützen. Die Klassifizierung ist aus dem Waschetikett und aus der Gebrauchsanleitung ersichtlich.

 

EN 466 Schutzkleidung gegen Säuren, Laugen und Chemikalien
Zu unterscheiden ist zwischen luftdurchlässigem (unbeschichtetem) und luftundurchlässigem (beschichtetem) Material.
Im Allgemeinen werden luftdurchlässige Schutzanzüge getragen, die im Bedarfsfall schwer entflammbar ausgerüstet werden können. Sind bei extremen Arbeitsbedingungen beschichtete Anzüge erforderlich, ist auf gute Ventilationsausstattung zu achten.
Wo ätzende Stoffe austreten können, sollte die Hose grundsätzlich über den Stiefeln getragen werden, um zu verhindern, dass Flüssigkeit oder Staub in die Stiefel gelangen kann.


 

EN 342 Zertifizierung – Schutzkleidung gegen Kälte
Die Schutzkleidung wird bei Arbeiten in Gefrierhäusern getragen. Um optimalen Schutz zu bieten, muss die Bekleidung als Anzug (Parka, Latzhose, Blouson oder Overall) getragen werden. Weiterhin entsprechende Kopf- und Handbedeckung soiwie Schutzschuhe. Bei dem Prüfverfahren nach EN 342 wird die Wärmeisolation sowie die Luftdurchlässigkeit getestet. Das Piktogramm gibt Auskunft über den Grad der Schutzwirkung. Die Zahlen, die sich darunter befinden bedeuten z.B. 0,529 (B) gemessene resultierende Grundwärmeisolation, bei stehender Tätigkeit, sehr leichter und mittlerer Belastung.

Zusammenfassung der EN 340 Normen für Schutzkleidung – 89/686/EEC
Vor jedem Typ ein Bild, das den jeweiligen Typen darstellt!!!
Alle sechs definierten „Typen“ beziehen sich auf Bekleidung der „Kategorie ІІІ“, d.h. sie sind zum Schutz gegen komplexe, möglicherweise Lebensbedrohliche Risiken bestimmt. Kategorie І Produte sind für den Schutz gegen solche Risiken nicht geeignet, Produkte aus einlagigem Polyprophylen sind Kategorie І Produkte und daher als ungeeignet zum Schutz gegen Gefahrenstoffe zu erachten.
Für Kategorie ІІІ Schutzkleidung wurden 6 „Schutztypen“ identifiziert:

 

Typ 1: prEN 943-1    2002
Gasdichte Anzüge. Anzüge, die vollständig gegen die Umwelt abgedichtet sind.

 

Typ 2: prEN 943-1    2002
Nicht gasdichte Anzüge. Anzüge, die mit einem stetigen Überdruck betrieben werden, um das Eindringen von Stäuben, Flüssigkeiten und Dämpfen zu verhindern.


Typ 3: prEN 1511      1995
Anzüge, die gegen starke und gesterte Strahlen von flüssigen Chemikalien – z.B. aus einem unter Druck stehenden, geplatzten Rohr – schützen können. Bedingen ein Barrierematerial (Chemikalientests gemäß EN  369 – Permeationstest) und versiegelte Nähte.
 

Typ 4: prEN 1512      1997
Spritzdichte Anzüge. Anzüge, die vor Spritzern flüssiger Chemikalien sowie vor Ansamlungen derselben in Lachen schützen. Bedingen ein Barrierematerial (Chemikalientests gemäß EN 369 – Permeationsgesetz) und versiegelte Nähte.
 

Typ 5: prEN 13982     1999
Partikeldichte Anzüge. Anzüge zum Schutz gegen gefährliche Stäube und alle anderen Trockenpartikel.



Typ 6: prEN 13034    1997
Sprühdichte Anzüge. Anzüge zum Schutz deden Sprühnebel und leichte, indirekte Spritzer geringer Mengen flüssiger Chemikalien.


Weiterhin weden die Anzugsmaterialien sowieNähte nach verschiedensten EN- Normen getestet, um ein mechanisches Profil der Anzüge zu ermitteln. Schließlich müssen die Anzüge unter Kontrolle eines anerkannten Qualitätssicherungssystems (z.B. ISO 9000) hergestellt werden.

 

nach oben

 



Ansprechpartner
Kontakt
Anfahrt
 
AGB / Disclaimer
Datenschutz
Impressum
 
Angebote
 
 
Zu vermieten
Downloads
 
 
Facebook